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Sparen für Kinder: Auf wessen Namen?

Konto auf den Namen des Kindes oder der Eltern? Was das für Steuern, BAföG und die Verfügung ab dem 18. Geburtstag bedeutet.

Lesezeit 6 Min.Stand: Fachlich geprüft von Jan Zieminski

Vater und Tochter werfen Geld in ein Sparschwein
Das Wichtigste in Kürze
  • Was auf den Namen des Kindes läuft, gehört dem Kind. Ab 18 entscheidet es allein.
  • Auf dem Namen der Eltern bleiben Sie flexibel, nutzen aber Ihren eigenen Freibetrag.
  • Vermögen des Kindes kann beim BAföG angerechnet werden.
  • Früh starten ist wichtiger als die Höhe des Betrags.

Wer für seine Kinder spart, steht früh vor der Frage: Läuft das Geld auf den Namen des Kindes oder auf den eigenen? Beide Wege haben Vor- und Nachteile, und die Entscheidung lässt sich später nur schwer ändern.

Sparen auf den Namen des Kindes

Das Geld gehört rechtlich dem Kind. Bis zum 18. Geburtstag verwalten die Eltern es, dürfen es aber nicht einfach für eigene Zwecke nutzen. Ab dem 18. Geburtstag verfügt das Kind allein darüber, auch wenn Sie sich eine andere Verwendung gewünscht hätten.

Steuerlich hat das Vorteile: Ihr Kind hat einen eigenen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr. Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung können auch höhere Kapitalerträge steuerfrei bleiben, solange das Kind keine weiteren Einkünfte hat.

Sparen auf den Namen der Eltern

Sie behalten die volle Kontrolle und entscheiden selbst, wann und wofür Sie das Geld einsetzen. Die Erträge laufen über Ihren eigenen Sparer-Pauschbetrag. Später können Sie das Geld verschenken: Jeder Elternteil kann seinem Kind alle zehn Jahre bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken.

Der Vergleich

Name des KindesName der Eltern
Wem gehört das Geld?dem Kindden Eltern
Wer verfügt ab 18?das Kind alleindie Eltern
Steuerfreibetrageigener des Kindesder Eltern
BAföGkann angerechnet werdenzählt nicht als Vermögen des Kindes
Flexibilitätgeringhoch
BAföG: Vermögen des Kindes wird oberhalb eines Freibetrags auf das BAföG angerechnet. Wer mit BAföG rechnet, sollte das bei der Planung berücksichtigen.

Was ist mit Sparbuch und Tagesgeld?

Für kurzfristige Rücklagen sind sie praktisch. Für Ziele, die zehn oder achtzehn Jahre entfernt liegen, lohnt sich oft ein Blick auf andere Anlageformen, weil Zinsen auf Konten häufig unter der Inflation liegen. Welche Lösung passt, hängt davon ab, wie viel Schwankung Sie in Kauf nehmen möchten.

Wie viel sollte ich sparen?

Wichtiger als die Höhe ist der Start. Ein Beispiel ganz ohne Zinsen: Wer ab der Geburt 50 Euro im Monat zurücklegt, hat bis zum 18. Geburtstag 10.800 Euro eingezahlt. Wer erst zum 10. Geburtstag beginnt, müsste für dieselbe Summe 112,50 Euro im Monat sparen.

Jan Zieminski
Fachlich geprüft von Jan Zieminski

Onboarding & All-Rounder bei Vorsorge Familie. Staatlich geprüfter Berater mit Schwerpunkt auf der Absicherung von Familien. Zuletzt geprüft am .

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Angaben ohne Gewähr.

Häufige Fragen zum Thema

Können Oma und Opa mitsparen?

Ja. Großeltern haben bei Schenkungen eigene Freibeträge von 200.000 Euro pro Enkelkind alle zehn Jahre.

Kann ich den Namen später ändern?

Ein Wechsel ist meist nur über eine Schenkung oder Kündigung möglich. Deshalb lohnt sich eine bewusste Entscheidung von Anfang an.

Sollte ich das Kindergeld sparen?

Viele Eltern legen einen Teil davon zurück. Ob das zu Ihrem Budget passt, schauen wir gemeinsam an.

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