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Betriebliche Altersvorsorge: So nutzen Sie den Arbeitgeberzuschuss
Wie die Entgeltumwandlung funktioniert, wann Ihr Arbeitgeber 15 % dazugeben muss und was Familien bei Elterngeld und Elternzeit beachten sollten.

- Bei der Entgeltumwandlung fließt ein Teil des Bruttogehalts steuer- und abgabenbegünstigt in die Vorsorge.
- Spart der Arbeitgeber dadurch Sozialabgaben, muss er in der Regel 15 % dazugeben.
- Familien sollten die Auswirkung auf das Elterngeld vorher durchrechnen.
- Im Alter ist die Betriebsrente steuer- und meist krankenversicherungspflichtig.
Die betriebliche Altersvorsorge, kurz bAV, gehört zu den Förderungen, die viele Angestellte nicht nutzen. Dabei legt der Arbeitgeber in vielen Fällen etwas drauf.
So funktioniert die Entgeltumwandlung
Sie verzichten auf einen Teil Ihres Bruttogehalts, und Ihr Arbeitgeber zahlt diesen Betrag in einen Vorsorgevertrag ein, zum Beispiel eine Direktversicherung. Bis zu 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung sind steuerfrei, davon bis zu 4 Prozent auch frei von Sozialabgaben. Weil Steuern und Abgaben sinken, kostet Sie ein Euro Beitrag netto deutlich weniger als ein Euro.
Der Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent
Bei der Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds muss der Arbeitgeber 15 Prozent des umgewandelten Betrags dazugeben, soweit er dadurch Sozialabgaben spart. Seit 2022 gilt das auch für ältere Verträge. Manche Arbeitgeber zahlen freiwillig mehr, Tarifverträge können abweichende Regeln haben.
Was Familien beachten sollten
- Elterngeld: Weil die Umwandlung das Bruttoeinkommen senkt, kann auch das Elterngeld etwas niedriger ausfallen. Das lohnt sich vorher durchzurechnen.
- Elternzeit: Ohne Gehalt ruht die Umwandlung meist. Sie können den Vertrag beitragsfrei stellen oder privat weiter einzahlen.
- Jobwechsel: Den Vertrag können Sie in der Regel mitnehmen oder privat weiterführen.
- Im Alter: Die Betriebsrente ist steuerpflichtig, und in der gesetzlichen Krankenversicherung fallen meist Beiträge an.
Für wen sich die bAV lohnt
Besonders für Angestellte mit Arbeitgeberzuschuss, die langfristig vorsorgen wollen. Ob sie im Einzelfall die beste Lösung ist, hängt von Einkommen, Zuschuss, Vertragsangebot und Familienplanung ab.
Wir schauen uns Ihre Situation im kostenlosen Erstgespräch an, digital und unverbindlich.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Angaben ohne Gewähr.




