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Unfallversicherung für Kinder: Wann sie wichtig ist

Was die gesetzliche Unfallversicherung bei Kindern abdeckt, wo die Lücke in der Freizeit liegt und worauf es bei der privaten Unfallversicherung ankommt.

Lesezeit 5 Min.Stand: Fachlich geprüft von Jan Zieminski

Vater läuft neben seinem Sohn auf dem Fahrrad her
Das Wichtigste in Kürze
  • Gesetzlich versichert sind Kinder nur in Kita, Schule und auf dem Weg dorthin.
  • Unfälle in der Freizeit sind gesetzlich nicht abgedeckt.
  • Eine private Unfallversicherung zahlt bei bleibenden Schäden.
  • Wichtig sind eine ausreichende Grundsumme und eine Progression.

Kinder sind neugierig und ständig in Bewegung, Stürze gehören dazu. Meist bleibt es bei Schrammen. Doch wenn nach einem Unfall dauerhafte Schäden bleiben, kommen auf Familien hohe Kosten zu, etwa für Therapien, einen Umbau der Wohnung oder spätere Einkommenseinbußen des Kindes.

Was die gesetzliche Unfallversicherung abdeckt

Kinder sind gesetzlich unfallversichert in der Kita, bei der Tagesmutter, in der Schule und auf den direkten Wegen dorthin. Auch Schulausflüge und Schulsport zählen dazu.

Die Lücke: die Freizeit

Nicht versichert ist alles, was nachmittags, am Wochenende und in den Ferien passiert: beim Spielen, auf dem Spielplatz, beim Radfahren, im Sportverein oder zu Hause. Also genau da, wo Kinder einen großen Teil ihrer Zeit verbringen.

Wichtig: Die Krankenkasse übernimmt die medizinische Behandlung nach jedem Unfall. Was sie nicht zahlt, sind die finanziellen Folgen eines bleibenden Schadens.

Was eine private Unfallversicherung leistet

Sie gilt weltweit und rund um die Uhr. Bleibt nach einem Unfall eine dauerhafte Beeinträchtigung, die sogenannte Invalidität, zahlt sie einen Betrag, der sich nach dem Grad der Invalidität und der vereinbarten Grundsumme richtet.

Darauf sollten Eltern achten

  • Ausreichende Grundsumme: Sie sollte auch Umbauten und lebenslange Folgen abdecken können.
  • Progression: Bei schweren Invaliditäten steigt die Leistung überproportional, zum Beispiel auf das Drei- oder Fünffache der Grundsumme.
  • Typische Kinderunfälle: etwa Vergiftungen durch verschluckte Stoffe oder Ertrinken sollten eingeschlossen sein.
  • Zusatzleistungen: zum Beispiel kosmetische Operationen, Rehabilitation oder Bergungskosten.

Unfall oder Krankheit?

Viele schwere Beeinträchtigungen bei Kindern entstehen nicht durch Unfälle, sondern durch Krankheiten. Eine Kinderinvaliditätsversicherung sichert beides ab, ist aber teurer. Was für Ihr Kind sinnvoll ist, hängt von Ihrer Situation und Ihrem Budget ab.

Jan Zieminski
Fachlich geprüft von Jan Zieminski

Onboarding & All-Rounder bei Vorsorge Familie. Staatlich geprüfter Berater mit Schwerpunkt auf der Absicherung von Familien. Zuletzt geprüft am .

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Angaben ohne Gewähr.

Häufige Fragen zum Thema

Ab welchem Alter kann ich mein Kind versichern?

Viele Tarife versichern Kinder ab Geburt. Die Details unterscheiden sich je nach Anbieter.

Ist mein Kind über meine eigene Unfallversicherung mitversichert?

Nur wenn Ihr Vertrag Kinder ausdrücklich einschließt. Das prüfen wir gern für Sie.

Reicht nicht die Haftpflichtversicherung?

Nein. Die Haftpflicht zahlt Schäden, die Ihr Kind anderen zufügt. Die Unfallversicherung zahlt, wenn Ihr Kind selbst verletzt wird.

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